Hole Cards

Die beim Pokern verdeckten Startkarten jedes Spielers werden Hole Cards genannt. Diese sind das wesentliche Element der Kombination aus verfügbaren und nicht verfügbaren Informationen, die das Pokerspiel so interessant machen und Möglichkeiten für Bluffs eröffnen.

Die Auswahl der Hole Cards ist dabei eine zentrale Strategie des Pokerspiels, je stärker die Startkarten sind, umso eher wird man einen Pot beim Showdown gewinnen können, wenn man die anderen wichtigen Fähigkeit wie die des Hand Readings, das Erkennen von Tells und oder Bluffs einmal außen vor lässt. Dabei spielt bei der Auswahl der Startkarten, der sogenannten Hand Selection, auch die Position zum Dealer Button und die Spielweisen der Gegner eine wichtige Rolle. Je mehr Spieler noch hinter einem vor der Entscheidung stehen, mit ihren Hole Cards mitspielen oder aussteigen zu wollen, umso höher ist die Chance, dass ein Gegner entweder bessere Hole Cards hält oder einem das Spiel out of Position erschwert. Gleiches gilt für aggressive oder passive Spieler. Sitzen hinter dem Spieler vor allem passive Gegner, die nur sehr selten mitspielen oder erhöhen, dann kann man seine Anforderungen an die Hole Cards etwas senken und auch tendenziell schlechtere Karten spielen. Bei sehr aggressiven Gegnern muss man ständig mit weiteren Erhöhungen rechnen, hier sollte man seine Auswahl der Startkarten etwas einschränken und sich vor allem auf die stärksten Hole Cards konzentrieren.

Die Anzahl der Hole Cards kann zwischen den einzelnen Spielvarianten variieren. Dies resultiert aus den sehr unterschiedlichen Spielverläufen der einzelnen Pokerspiele (siehe Übersicht Poker Regeln auf www.pokertrainingsites.org). Bei der beliebtesten Pokervariante Texas Holdem erhält jeder Spieler zwei Hole Cards, welche er zusammen mit den Gemeinschaftskarten beliebig für die bestmögliche Pokerhand verwenden kann – auch wenn dies bedeutet, dass er keine seiner Hole Cards benutzt  und die bestmögliche Hand komplett aus den fünf Gemeinschaftskarten besteht.

Beim Omaha bekommt jeder Spieler vier Hole Cards. Die Besonderheit hier besteht darin, dass der Spieler zwingend zwei der vier Hole Cards und drei der fünf Gemeinschaftskarten verwenden muss, um seine bestmögliche Pokerhand zu bilden. Diese Regel bereitet Omaha-Anfängern oft Probleme, da diese es vom Texas Holdem gewöhnt sind, für einen Flush auch nur eine der beiden Hole Cards benutzen zu müssen.

Weitere Pokervarianten mit alternativen Hole Cards sind zum Beispiel Seven Card Stud oder 5-Card Draw. Beim Seven Card Stud erhält jeder Spieler zunächst zwei Hole Cards, und in weiteren Setzrunden 4 offen aufgedeckte Karten. Vor der letzten Setzrunde erhält jeder Spieler eine weitere Hole Card, so dass jeder Spieler zum Schluss seine eigenen drei verdeckte und 4 offene Karten hält. Beim 5 Card Draw bekommt jeder Spieler 5 verdeckte Karten, wobei nach der ersten Setzrunde beliebig viele Karten durch neue ersetzt werden können. Nach der Tauschrunde folgt eine weitere Setzrunde und erst danach legt jeder seine Pokerhand offen und der Gewinner wird bestimmt.