Martingale

Unter Martinegalespiel (auch kurz Martinegale) versteht man eine Strategie im Glücksspiel, bei welchem der Einsatz im Falle von einem Verlust erhöht wird. Die Bezeichnung existiert seit dem 18. Jahrhundert und wurde zuerst beim Pharo und später bei der Roulette eingesetzt, wobei das Wort ‚Martingale’ selber von der französischen Stadt Martigues im Department Bouches-du-Rhone am Rande der Camargue stammt.

Bei klassischer Variante der Martingale geht es um Doublieren und Verdoppeln. Man beginnt mit einem Einsatz von einer Einheit (einem Stück) auf eine einfache Chance, z.B. Rouge oder Noir. In der Regel setzt ein Martinegale- Spieler auf die Perdante d.h. die Chance, die als letzte verloren hat. Wenn er verliert, setzt er im nächsten Coup doppelt also zwei Stück, verliert er wieder, muss er nun vier Stück setzen. Im Gewinnfall werden alle seine Verluste gelöscht und der Spieler bekommt ein Stück. Und wieder beginnt er mit dem Einsatz von einem Stück. Dieses System ist leider nur scheinbar sicher. Meistens geht das Spielkapital des Spielers durch ein fortgesetztes Verdoppeln schnell aus und er kommt selten an den von der Spielbank vorgegebenen Höchsteinsatz, wobei die Gewinne, die er erzielt, relativ häufig aber auch nicht besonders hoch sind.

Außer Dublieren gibt es noch andere Martingale- Strategien, unter anderem:

die Montante Americaine oder Albouchere, Labby, Annulation Americaine,

• die Montante Hollandaise oder Annulation Hollandaise ,

die Progression d’Alembert,

das Fitzroy- System.

Jedoch alle diese Strategien, egal ob der Einsatz im Verlustfall oder erst im Gewinnfall erhöht wird bzw. gleich bleibt (Masse egale) garantieren leider auch keinen Erfolg.