Pokerturnier

Bei einem Pokerturnier wird der beste Pokerspieler ermittelt. Texas Hold’em wird meistens bei den Turnieren gespielt wie z. B. bei der in Las Vegas stattfindenden Pokerweltmeisterschaft- World Series of Poker. Poker- Europameisterschaft wird dagegen alljährlich von Casinos Austria veranstaltet. Pokerturniere werden nach sogenanntem Freeze- Out- System gespielt.

Zuerst werden die Sitzplätze verlost, die dann, einmal zugewiesen, von den Spielern nicht mehr geändert werden dürfen. Sobald die Spieler dann das Startgeld bezahlen (Entry Fee, Buy in), erhält jeder Teilnehmer das gleiche Spielkapital, z. B. 300 Einheiten (Units oder Bucks), wobei die Chips von den Spielern nie aus der Sicht genommen werden dürfen. Die Blinds bzw. das Ante und das Split Limit werden im Freeze out system in bestimmten zeitlichen Abständen oder zum Beispiel nach jeweils fünf Spielen erhöht. Auf diese Weise wird das Spiel immer teurer, so dass die einzelnen Teilnehmer Schritt für Schritt aus dem Spiel ausscheiden. Wer keine Jetons mehr hat, scheidet aus. Bevor das Ante oder die Blinds erhöht werden, kann ein sogenanntes Race for Chips stattfinden. Hier werden die Jetons im Wert des vorherigen Antes oder des Small Blinds aus dem Spiel genommen und die kleinen Jetons werden jedem Spieler soweit möglich in größere Einheiten getauscht. Für jeder verbleibende Einheit bekommt jeder Teilnehmer eine Karte. Bei Single Winner Race for Chips erhält derjenige Spieler, der die höchste Karte hat, nach Einzug der Spitze den gesamten Betrag. Bei Multiple Winner Race for Chips sind alle Spieler mit den höchsten Karten Gewinner. Es gilt die Rangordnung von der höchsten Karte (Ass) bis zur niedrigsten (2). Wenn zwei Spieler die gleichwertige Karte haben, so gilt die Farbenordnung Pik-Herz-Karo-Treff. Damit jeder Spieler eine gültige Hand bekommen kann, muss er das Ante erbringen. Wenn ein Spieler all in ist, also wenn ihm während eines Coups alle Jetons ausgehen, spielt man Side Pot, wobei man den Hauptpot zur Seite nimmt. Die Einsätze, die die verbliebenen Spieler weiter machen, gehen eben in den Side Pot, aber der Sieger gewinnt nur den Pot (oder mehrere Pots), in welchen er mitgeboten hat. Die Platzierung der einzelnen Spieler hängt von der Reihenfolge ihres Ausscheidens. Wer als letzter das gesamte Spielkapital gewinnt, gewinnt das Turnier. Wenn ein Spieler das Turnier in the money beendet, heißt es, dass er einen Preisrang belegt hat. Ab und zu wird es auch als money finish bezeichnet. Bei vielen Turnieren haben die Spieler die Möglichkeit, nachdem sie ihr Spielkapital verloren haben, bei Zahlung eines gewissen Betrag wieder zu spielen (Rebuy). Es ist meistens nur während niedrigen Levels des Spiels erstattet und die Anzahl der möglichen Rebuys ist auch festgelegt. Eine andere Möglichkeit, das Spielkapital durch Zukauf zu erhöhen, sind sog. Add-ons. Es ist aber meistens nur auf eins begrenzt. In den USA oder Großbritannien können die Teilnehmer oft auf den Ausgang des Turniers wetten. Die populärste Wettart ist Calcutta- Auktion. Spezielle Turnierform sind sit and go- Turniere, diese finden aber nur dann statt, wenn sich entsprechende Zahl der Spieler findet.