Spielbank Monte Carlo

Die Spielbank Monte Carlo, einem Stadtteil von Monaco, ist eine der bekanntesten Spielbanken in der Welt. Die Idee, eine Spielbank zu gründen, entstand 1854, als man nach neuen Einnahmequellen in Monaco gesucht hat. Die ersten Lizenzen bekamen 1856 die Franzosen Napoleon Langlois und Albert Aubert. Ende des Jahres konnte die Spielbank schon in einer Villa am Hafen eröffnet werden.

Nach Erfolglosigkeit der ersten Konzessionäre übernahm 1863 Francois Blanc, der Gründer von der erfolgreichen Spielbank Bad Homburg, die Konzession für 50 Jahre.  Zusätzlich gründete er die bis heute existierende Societe des Bains de Mer et du Cercle des Etrangers a Monaco (SBM). Blanc setzte auch den Bau von Hotels sowie der Uferstrasse fort. Bald wurde auch die erste Bahnlinie eröffnet und als 1869 Charles III. noch alle direkten Steuern abgeschafft hat, führte das alles zu einer enormen Zunahme der Besucher.

Der Aufstieg

Das Spielcasino hat von nun an für Jahrzehnte den Staatshaushalt Monacos allein gedeckt. Infolge des deutsch-französischen Krieges wurde jedoch 1870 das Casino geschlossen. Bald starb auch Francois Blanc und zunächst wurde die Leitung der Spielbank von seiner Witwe übernommen, die aber auch frühzeitig verstarb. Während des ersten Weltkriegs, als das Casino nur Verluste gemacht hat, wandte sich Fürst Albert I. an den griechischen Waffenhändler Basil Zaharoff, der ihm ein Darlehen über eine Million Pfund Sterling gewährt hat. Zaharoff hatte dafür das Recht, das Casino zu einem beliebigen Zeitpunkt übernehmen zu können. Inzwischen hat er alle erreichbaren Anteile an SBM (die unter anderem auch das Casino betreibt) über Strohmännern gekauft, die er jedoch ein paar Jahre danach an ein Syndikat verkauft hat, dem das Pariser Bankhaus Dreyfus & Company angehörte.

Schwere Zeiten

Ganz anders sah die Situation der Spielbank während des Zweiten Weltkriegs aus. In dieser Zeit wurde Monte Carlo zu einem beliebten Tummelplatz von französischen Kollaborateuren, deutschen und italienischen Geschäftsleuten, Nazi-Offizieren auf Urlaub und anderen Abenteurern, die riesige Einsätze tätigten. Nach dem Krieg ging es der SBM und dem Casino finanziell wieder schlechter, was den griechischen Milliardär Aristoteles Onassis 1952 dazu bewegte, Monaco zu besuchen. Da SBM jedoch seine Miet- bzw. Kaufangebote abgewiesen hat, begann er, die Aktien der SBM wie Zaharoff über Mittelsmänner aufzukaufen. Bald hatte er schon die ganze Gesellschaft mit dem Spielcasino unter sich und nach der Hochzeit des damaligen Fürst Rainier mit Grace Kelly begann der Betrieb wieder Gewinne aufzubringen.

In den 60-er Jahren des 19. Jahrhunderts zog sich Onassis aus der SBM zurück, da er die Entwicklung Monacos anders als Rainier gesehen hat. Das waren leider die letzten Blütezeiten für das Casino. Heutzutage deckt es etwa 5% des Staatshaushalt Monacos und hat in mehreren Jahren Verluste gemacht. SBM ist heute vor allem eine Hotel- und Restaurantgesellschaft. 2003 wurde der Staatsvertrag mit SBM um weitere 20 Jahre verlängert.

Onlinewelt

Da die monegassische Familie auch an dem Unternehmen Betclic beteiligt ist, wurde ihnen die Lizenz erteilt auch im Internet den Namen Monte Carlo Casino zu nutzen. Der Anbieter gehört inzwischen zu den gut bewerteten im Internet und erfreut sich hoher Beliebtheit.